Viva Gran Scala! – Neue “Zockerstadt” in Spanien geplant
Nachdem Macau mit seinen Casinos der Superlative und seinen steigenden Umsatzraten Las Vegas das Fürchten lehrt, kommt aus Spanien ein neues Projekt, das beiden eine ernsthafte Konkurrenz bieten könnte. Die spanische Tageszeitung El Heraldo de Aragón veröffentlichte einen Bericht und enthüllte, was hinter dem Projekt Gran Scala steht.
Die Provinz Aragón im Nordosten Spaniens soll Heimat der Gran Scala werden und im Dreieck der Städte Sariñena, Osera de Ebro und Fraga soll mitten in der Wüste ein neues Reise- und Glücksspielmekka entstehen. Die Investorengruppe International Leisure Development mit zwölf Firmen aus den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Australien und Frankreich will insgesamt 17 Milliarden Euro in das Megaprojekt stecken.
Ein Grundriss ist schon vorhanden. So soll das gesamte Areal auf über 20 Quadratkilometern Fläche gebaut werden. Die Architekten sehen vor, dass zwei gigantische konische Ringe das Grundgerüst bilden sollen. Der äußere Ring wird einen Durchmesser von rund 4,5 Kilometern haben und das Gebiet in 16 Zonen aufteilen. Wie eine Uhr sollen die einzelnen Zonen die Menschheitsgeschichte repräsentieren.
So soll es unter anderem eine Zone des alten Ägyptens, des antiken Griechenlands, der Renaissance und der “Zukunft” geben. Insgesamt 32 Casinos nebst Hotel werden dann im jeweiligen Stil der Zeitzone gestaltet. Beispielsweise soll das Thema “altes Ägypten” durch eine riesige Pyramide repräsentiert werden.
Wer denkt, dass 32 Hotel- und Casino-Resorts schon genug wären, der irrt. Zu jedem Casino wird ein Museum gebaut, damit die Besucher auch etwas für ihre Bildung tun können. Die Museen werden im Einklang mit dem jeweiligen Thema ausgestattet sein. Die weiteren Highlights des äußeren Rings werden Dienstleistungsgeschäfte wie etwa Kinos werden.
Der innere Ring wird mit bis zu sechs Themenparks auf einer Fläche rund 700 Hektar locken. Eine riesige Einkaufspassage soll das Areal durchkreuzen. Zwei Parks sind schon konkret in Planung und neben dem Wasserspielepark Acquatica soll ein Themenpark namens Spyland die ersten Besucher bringen.
In der Mitte dieser “Menschheits-Uhr” soll ein gigantischer Turm alles überragen. Auf dem Reißbrett war dann auch noch genug Platz für bis zu 40 weitere Hotels. Dazu gesellen sich Konzertsäle, Freilichtbühnen, eine Oper, ein Park, ein Golfplatz, eine Pferderennbahn, ein riesiges Conventioncenter und eine Stierkampfarena.
Gran Scala könnte Wohnraum für 100.000 Besucher bieten und bis zu 30.000 Arbeitsplätze schaffen. Die jährlichen Steuereinnahmen werden auf 600 Millionen Euro geschätzt. Kein Wunder also, dass die lokale Regierung keine Einwände vorbringt. Bei allen Parteien, mit Ausnahme der Izquierda Unida (Vereinigte Linke), fand das Bauvorhaben Anklang.
Der spanischen Zentralregierung in Madrid liegt das Projekt schon lange vor und seit Januar diesen Jahres ist ein interdisziplinärer Ausschuss mit der Auswertung der Pläne beschäftigt. Bisher wurde das Thema “mit großer Diskretion” behandelt, so José Ángel Biel, Vizepräsident der Region Aragón. Biel erhofft sich einen Aufschwung sondergleichen und gab in einem Interview bekannt, dass der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero sogar Gelder für die nötige Infrastruktur bereitstellen würde. So soll der nahe gelegene Flughafen von Saragossa eine Finanzspritze erhalten und weitere Bauprojekte aus spanischer Kasse gezahlt werden.
Ursprünglich sollte das gesamte Projekt in Dubai errichtet werden. Doch kein passender Platz wurde gefunden. In Frankreich gab es zwar Platz, aber die strengen Gesetze zum Glücksspiel und Steuerrichtlinien schreckten die Investoren ab. Nun scheint der perfekte Platz gefunden. Der nötige Raum ist vorhanden. Der Ebro-Fluss würde genug Wasser liefern und für ausreichend Energie wäre auch gesorgt. Zudem wäre die Lage nahezu perfekt. Die Großstädte Barcelona, Madrid, Bilbao und Valencia produzieren nicht nur 75 % des Bruttoinlandproduktes, sondern liegen auch im Einzugsgebiet und könnten Gran Scala jede Menge Kundschaft bringen.
Die französische Grenze liegt auch nicht allzu weit weg und somit würden auch recht schnell “französische Euros” ihren Weg in die Kassen finden. Nicht zu vergessen wären auch die potentiellen Kunden aus Großbritannien, Deutschland und dem restlichen Europa, die bequem per Flugzeug anreisen könnten.
José Ángel Biel hofft, dass Vertreter der Investoren noch bis Ende diesen Jahres einen Besuch abstatten werden, denn sicher ist der Deal noch nicht. Würde es zu einem Vertrag kommen, könnte Ende 2008 mit dem Bau begonnen werden. Bis 2010 wären die ersten Parks erbaut und bis Begin 2019 könnte Gran Scala fertiggestellt sein.
Article from: (intellipoker) http://www.intellipoker.com/articleshow.php?id=1106






Auf Gran Scala gibt es noch mehr Infos zu dem geilen Projekt, ich hoffe es wird schnell gebaut :)